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KonTiki

"Grenzen? Ich habe noch nie eine gesehen. Aber ich habe gehört, dass sie in den Köpfen von gewissen Leuten existieren."
Thor Heyerdahl

Der frisch verheiratete Thor Heyerdahl entschied sich 1937 kurzerhand, seine Flitterwochen auf den mitten im Pazifischen Ozean gelegenen Marquesas-Inseln zu verlängern. Seine geographischen und zoologischen Studien an der Universität Oslo führten ihn zur Formulierung einer gewagten Hypothese. Er vermutete, dass es in Anbetracht der vorherrschenden Winde und Meeresströmungen denkbar sei, dass die Besiedlung Polynesiens statt vom asiatischen Kontinent aus ebenso auch von Südamerika aus hätte erfolgen können. Ein Indiz dafür schien ihm auch, dass Kon-Tiki, der Name eines Sonnengottes der Inkas, auch in den religiösen Mythen der Polynesier eine  Rolle spielte.

Zehn Jahre später beauftragte Thor Heyerdahl in Callao, an der Pazifikküste Perus, den Nachbau eines  Balsaholzfloßes nach der Art, wie es schon vor der spanischen Eroberung gebaut wurde. Der angehende Forschungsreisende taufte es dem Sonnengott der Inkas zu Ehren Kon-Tiki. Nachdem er genügend finanzielle Mittel zur Unterstützung einholen konnte, stachen er und fünf weitere Skandinavier mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Interessen am 28. April 1947 von Callao aus mit nur spärlicher Ausrüstung und einem Funkgerät in See. Die sechs Männer vertrauten darauf, dass die pazifischen Winde und Strömungen sie bis nach Polynesien treiben würden.

Am Handgelenk jedes Kon-Tiki-Besatzungsmitglieds befand sich ein Eterna-Zeitmesser – gespendet von einem der wenigen Uhrenhersteller, die die Konstruktion von wasserdichten Gehäusen zur damaligen Zeit wirklich beherrschten.

Die Seefahrt endete nach 101 abenteuerlichen Tagen und Nächten und 8'000 zurückgelegten Kilometern (4’320 Seemeilen) unvermittelt auf einem Korallenriff des Raroia-Atolls im Tuamotu-Archipel. Die Besatzung war wohlauf, das Floß dagegen sah deutlich mitgenommen aus. Die Uhren von Eterna liefen gewohnt reibungslos, ohne dass ihnen Wasser, Feuchtigkeit, salzbedingte Korrosion oder Temperaturschwankungen etwas anhaben konnten. Die Fachleute im schweizerischen Grenchen zogen daraus die entsprechende Schlussfolgerung.

Der legendäre Name Kon-Tiki würde von nun an für eine außergewöhnliche Uhrendynastie stehen.